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Aktuelles

Neuer Labormedicus erschienen

26. 05. 2008

Von: M. Weippert-Kretschmer

Monitoring in der Antikoagulanzientherapie

International Normalized Ratio (INR)

•    ist die Prothrombinzeit-Ratio, die sich als Quotient aus der Thromboplastinzeit des Patienten und der eines Normal-plasmas errechnet. In die Berechnung geht ein Korrekturfaktor (International Sensitivity Index, ISI) ein, der die Unterschiedlichkeit der Testreagenzien berücksichtigt.
•    gibt vereinfacht an, um das Wievielfache die Gerinnungszeit einer Patientenprobe im Vergleich zu Normalplasma verlängert ist. Der INR-Zielbereich von 2,0 bis 3,0 besagt also nichts anderes, als dass die Gerinnungszeit zwei-  bis dreimal so lang sein sollte, wie bei einer „gerinnungsgesunden“ Kontrollperson.
•    wurde von der WHO bereits 1983 für die Überwachung der stabilen Phase einer oralen Antikoagulanzientherapie eingeführt und
•    ermöglicht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse  verschiedener  Messmethoden / Laboratorien.

Wir empfehlen daher für die Überwachung einer oralen Anti-koagulanzientherapie unbedingt die ausschließliche Orientierung an der INR, um die Therapiesicherheit der Patienten jederzeit zu gewährleisten.