Aktuelles
Neuer Labormedicus erschienen
Von: M. Weippert-Kretschmer
Monitoring in der Antikoagulanzientherapie
International Normalized Ratio (INR)
• ist die Prothrombinzeit-Ratio, die sich als Quotient aus der Thromboplastinzeit des Patienten und der eines Normal-plasmas errechnet. In die Berechnung geht ein Korrekturfaktor (International Sensitivity Index, ISI) ein, der die Unterschiedlichkeit der Testreagenzien berücksichtigt.
• gibt vereinfacht an, um das Wievielfache die Gerinnungszeit einer Patientenprobe im Vergleich zu Normalplasma verlängert ist. Der INR-Zielbereich von 2,0 bis 3,0 besagt also nichts anderes, als dass die Gerinnungszeit zwei- bis dreimal so lang sein sollte, wie bei einer „gerinnungsgesunden“ Kontrollperson.
• wurde von der WHO bereits 1983 für die Überwachung der stabilen Phase einer oralen Antikoagulanzientherapie eingeführt und
• ermöglicht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Messmethoden / Laboratorien.
Wir empfehlen daher für die Überwachung einer oralen Anti-koagulanzientherapie unbedingt die ausschließliche Orientierung an der INR, um die Therapiesicherheit der Patienten jederzeit zu gewährleisten.

